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Wenn die Natur die Architektur frisst. Friederike Mühleck zeigt Bilder zwischen Fotografie und Grafik.

 

Es sind Fotografien zwischen Zeit und Vergänglichkeit, die sich gegen den schnellen Blick stemmen und ein Verharren erfordern, geben sie doch tiefe Gedankenanstöße. Von Montag, 16. Juni, bis Donnerstag, 31. Juli zeigt die Dietzenbacher Künstlerin Friederike Mühleck im Foyer des Rathauses (Europaplatz 1) zu den üblichen Öffnungszeiten des Verwaltungssitzes Werke in einer Mischung aus Fotografie und Grafik. Zu der Vernissage am Freitag, 13. Juni, um 19 Uhr wird die Künstlerin anwesend sein und gerne mit den Besuchern ins Gespräch kommen.
Dem Thema „Zeit und Vergänglichkeit“ widmet sich die Ausstellung in zwei Fotoserien, die einander gegenüber hängen und so miteinander korrespondieren. Für die Zeit-Bilder, die in starkem Blau dominieren, hat sich Mühleck von dem französischen Maler Yves Klein inspirieren lassen. Dabei stellt sie einen Bezug zu mit dem Himmel verschmelzender, grafisch anmutender Architektur her, so wie sie die Baumeister Frank Gehry und Richard Meier realisierten.
Das schwierige Motiv Vergänglichkeit stellt die Künstlerin vor allem in Bildern von Überwucherungen, Farbspielen und Lichteffekten dar. Dabei unternimmt sie eine Zeitreise durch das Holz. „Ich habe die Natur beobachtet und dargestellt, wie sie die Architektur frisst, teils mit Zeichnung überlagert in Collagen“, erzählt Mühleck.
Die beiden Serien sind so einerseits farbsprühend-zeitlos und auf der anderen Seite monochrome und vergänglich. Die dargestellten Gegensätze sollen inspirieren und die Lebendigkeit der Farben und Formen zu zeigen, um das Thema „Zeit und Vergänglichkeit” in besonderen Aspekten zu erfassen.
Viele Fotografien der Ausstellung hat Friederike Mühleck von Reisen nach Kalifornien und Indien mitgebracht. „An allen Ecken der Welt unterwegs zu sein, hat meine Sehnsucht nach dem Dasein in fernen Ländern weiter ausgeprägt und spiegelt sich in den Motiven wieder, aber ebenso auch meinen Hang zu Verwurzelungen, der sich immer wieder in Holz und Waldbildern wiederfindet“, sagt sie. Nach ihrem Studium für visuelle Kommunikation an der Hochschule für bildende Künste in Kassel hat Mühleck im Laufe der Jahre ihren künstlerischen Schwerpunkt über Zeichnen und Grafik wieder zurück zur Fotografie entwickelt. Ihre Bilder, die sie bereits in mehreren Ausstellungen hessenweit gezeigt hat, sind immer grafisch geprägt oder überlagert. Zusätzlich zu dem Hauptthema der Ausstellung zeigt die Künstlerin auch Arbeiten aus ihren Serien „Dreams“ – mit einem Gedicht von dem Philosophen und Germanisten Christof Meckel – und „Portraits“ aus Indien und Israel.

 
 

Zeit:
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Vergänglichkeit:
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Dreams:
essaouira – hafen, goa – pink villa, marrokko – Hoher Atlas.
Ist man hier angekommen oder träumt man sich hier weg?

erstens
holt einer von uns den Atem
weit kann er nicht sein
irgendwo muss er stecken
einer von uns hält ihn an

zweitens
verliert einer von uns den Verstand
auf versandeten Wegen
irgendwo muss er verschwinden
einer von uns wird blind

drittens
trifft einer von uns eine Entscheidung
Christof Meckel

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Portraits:
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Colors:

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